Jubiläumsnachlese


Glückwunsch: Zimmerei feiert Jubiläum

200 Gäste feiern mit Familie Gmeiner 120-jähriges Bestehen – Mitarbeiter werden geehrt

Fanfarenklänge der Musikkapelle Krauchenwies in der Halle der Zimmerei Gmeiner künden etwas Besonderes an. Da, wo sonst Holzbalken zugeschnitten werden, saßen etwa 300 entspannte Gäste. Der Gastgeber, Geschäftsführer und Zimmermeister Ottmar Gmeiner, empfing die zahlreichen Gratulanten schon auf dem Firmengelände in seiner schmucken Zimmermannskluft. Auch seine sieben Mitarbeiter, darunter Bruder Stefan, waren in schwarzem Cord und weißen Hemden gut auszumachen.

Gmeiner zeigte sich überwältigt von der Resonanz auf die Einladungen und er versprach es vor der Gewerbeschau so richtig krachen zu lassen. Das hörten die Gäste gern. Unter den Gästen waren Bürgermeister Jochen Spieß, Obermeister Torsten Arendt, Ehrenobermeister August Dannegger und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Sigmaringen Karl Griener sowie Freunde aus der Schweiz, Architekten, Ingenieure, Handwerker und ihm verbundene Menschen.

Ein bisschen Firmengeschichte musste sein. Und Ottmar Gmeiner schlug den Bogen von der Grundsteinlegung durch Zimmermeister Josef Mutscheller über weitere zwei Generationen hin zur Geschäftsübernahme durch seinen Vater Anton Gmeiner und dessen Weitergabe 1993 an ihn. Bürgermeister Spieß bekundete seinen hohen Respekt vor dem Leistungsspektrum und der Anpassungsfähigkeit der heutigen Firma, die es mit enormem Engagement geschafft habe, den von Vorgängergenerationen geprägten guten Namen weit über die Raumschaft hinaus bekannt zu machen. Spieß nennt Ottmar Gmeiner wegen seines vielfältigen ehrenamtlichen Engagements in der Gemeinde einen Aktivposten.

 

Vom Landesverband des Zimmerer- und Holzbaugewerbes dankte Paul Schüle dem Jubiläumsbetrieb und zeichnete ihn zugleich als ersten Betrieb im Kreis Sigmaringen mit dem Fünf-Sterne-Prädikat „Qualität mit Nachweis“ aus. Auch Dannegger und Griener plauderten über ihre Erinnerungen an die jüngere Vergangenheit des Betriebes und den musisch veranlagten Seniorchef Anton Gmeiner. Klar, dass auch das „Kapital“ der Zimmerei gewürdigt wurde. Das sind sieben Zimmerer und seine liebevoll „Bürokraft“ genannte Ehefrau Doris. Für Martin Wurz und Bruder Stefan gab`s für 20-jährige Betriebszugehörigkeit eine Urkunde, für den Vater Anton eine Ehrenurkunde sowie Blumen für Mutter Klara und Ehefrau Doris.

Mit einem gesungen-getanzten „Zimmermannsklatsch“ unter Mitwirkung des Nachwuchses endete der offizielle Teil. Immer wieder erinnerte herzlicher Applaus an die Einmaligkeit des Jubiläums und das Band, die gelebte Verbundenheit zwischen Jubilar und Gästen. Jetzt war die Zeit fürs italienische Buffet – begleitet von klasse Musik – und für viele Gespräche gekommen.

(Ein Text von Arno Möhl, Erschienen: Schwäbische Zeitung vom 11.05.2011)